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Familiengerechtes Wohnen

 

- wohin mit dem Kinderzimmer?


Diese Frage stellen sich engagierte Eltern immer mehr. Die individuellen Bedürfnisse, Aktionsradien und Alltagssituationen der einzelnen Familienmitglieder sind abzuwägen und möglichst in Einklang zu bringen.

 

Während Kleinkinder die Nähe ihrer Eltern brauchen, wollen Jugendliche eher Distanz: Im Babyalter benötigt der Nachwuchs die direkte Nachbarschaft des elterlichen Schlafzimmers. Ein Kleinkind bevorzugt zum Spielen und Toben die Nähe der Küche sowie des „strapazierfähigen Familienraumes“. Spätestens im Schulalter erfordert es mehr Platz und Ruhe für die Hausaufgaben am Schreibtisch. Als Jugendliche wünschen sie sich dann Freiheit im eigenen Zimmer für Rückzug, Besuch und Musikgenuss ohne mäßigende und nervige Kommentare der älteren Generation.

 

In allen Fällen sind Kinderzimmer Multifunktionsräume. Es wird gerockt, gespielt, gelernt und geschlafen. Stauraum für Spielsachen und Klamotten benötigen zunehmend Platz. Schrank, Stuhl und Tisch werden größer und wachsen mit. Klug wer das erkennt und sich darauf einstellt.

 

Sind Kinderzimmer zu klein oder zu weit entfernt, wird im Wohnzimmer gespielt und den Eltern fehlt es dann an Rückzugsraum. Falls notwendig, sollten Eltern deshalb eher auf repräsentative Wohnzimmer zugunsten größerer Kinderzimmer verzichten.

 

Bestens geeignet für Kinderzimmer sind dabei sonnendurchflutete Räume statt düsterer Kammern. Möbel sollten sich in Größe, Ausstattung und Design den Bedürfnissen der Kids anpassen und idealerweise veränderbar sein. Das spart auch Geld. Teppiche dämpfen den Lärm beim Spielen, bunte Farben und Wand-Tattoos schmücken triste Wände. Bei der Wandgestaltung sollten Kinder mitgestalten.

Schön, wenn Kinder sagen: Das ist mein Zimmer.

 

• Steffen Hesse

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