Eigentlich sollte man meinen, dass Lesen und Vorlesen zu den Kernkompetenzen jeder modernen Bildungsgesellschaft gehören. Doch beide Tätigkeiten sind in den vergangenen Jahrzehnten durch Film, Fernsehen, Computer und andere Medien immer mehr verdrängt worden.
Das Ergebnis – miserable sprachliche Fähigkeiten und Leistungen bei Kindern und Jugendlichen – wurde uns denn auch prompt in Form der Pisa-Studien präsentiert. Doch es gibt Hoffnung: Immer mehr Menschen engagieren sich nicht nur im eigenen privaten Umfeld, sondern auch in Büchereien, Kindergärten und Grundschulen dafür, dass wieder regelmäßig vorgelesen wird.
Und weil das angesichts zappelnder Kids mit niedriger Aufmerksamkeitsschwelle manchmal eine ziemliche Herausforderung sein kann, gibt es inzwischen zahlreiche Institutionen, die diese ehrenamtlichen Vorleser durch Rat und Tat unterstützen. Tipps und Hinweise, regelmäßige Treffen, Buchempfehlungen und mehr helfen dabei, einer bücherentwöhnten Generation wieder Spaß am Lesen zu vermitteln. Die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Lesepaten ist aber immer noch die eigene Begeisterung für Bücher – denn auch (noch-)Nicht-Leser sind keineswegs dumm und merken sofort, wenn sie nur besonders „beschult“ werden sollen!