Da wir in der Emser Straße wohnen, war mir früh klar, dass ich die Kinder nur mit äußerster Konsequenz im Straßenverkehr erziehen und mit ihnen immer über Ampeln oder Zebrastreifen gehen muss.
Unser Kindergarten hat kein Außengelände und die Kinder müssen zum Spielplatz laufen, so dass hier auch eine super Verkehrserziehung stattfindet.
Die Höchststrafe „hintenlaufen" wirkt. Wir laufen meist zu Fuß, trainieren also viel im Straßenverkehr. Meine Kinder haben sich angewöhnt immer an jeder Straße auf mich zu warten, auch wenn sie schon weit voraus sind. Der 5-jährige Miron ist hier auch Vorbild für den 3-jährigen Juri.
Für gutes Verhalten auf der Straße lobe ich sie oft. Beide spüren, dass ich ihnen vertraue und nicht überbehüte, obwohl ich natürlich Angst habe, dass ihnen etwas passiert. Ich denke, dass Kinder unsicher im Verkehr sind, wenn man mit ihnen jeden Meter im Auto fährt.
Was mich sehr beunruhigt, sind Autofahrer – übrigens auch viele Mütter mit Kindern – die zu schnell fahren in einer Straße, in deren Umfeld sich zwei Kindergärten und eine Grundschule befinden. Was sind ein paar Minuten, die man zu spät kommt im Gegensatz zu einem ganzen Leben – oder einem verletzten Kind.
• Uli Seib