Diese Interaktion von Tieren und Menschen macht sich die tiergestützte Pädagogik zu Nutze. Besonders Kinder mit Wahrnehmungsstörungen und motorischen Problemen profitieren von diesem Ansatz. Auch bei ADS-Syndrom oder Sprachauffälligkeiten verspricht die Therapie Besserung.
In Gegenwart von Tieren lernen Kinder, sich selbst zurückzunehmen, sich zu konzentrieren, um einen Zugang zu dem Tier zu finden. Manchmal müssen Verhaltensmuster aufgebrochen und verändert werden um den ersehnten Kontakt herstellen zu können. So wird sich z.B. eine Katze vor einem lauten, hektischen Kind zurückziehen und sich erst dann streicheln lassen, wenn sich das Kind hinsetzt und leise spricht. Reiten als Therapieform fördert gezielt die Körperhaltung. Kinder finden durch die Bewegung des großen Tieres leichter zu sich und lernen sich selbst zu fühlen. Durch die gleichmäßigen Bewegungen werden Tiefensensibilität und Sprechmotorik angeregt. Es kommt zu einer Schulung von Gleichgewicht, Balance, Koordination, Ausdauer und Geschicklichkeit. Durch Tiere kommt es oft zu neuer Motivation von bereits therapiemüden Kindern. Der Kontakt mit Tieren wird oft als Höhepunkt der Woche erlebt. Die Kinder lernen Vertrauen zu Tieren und ihren Mitmenschen zu haben. Ein wichtiger Schritt bei der Arbeit von Therapeuten. Die Möglichkeiten Tiere einzusetzen sind fast unbegrenzt. Neben Katzen, Hunden und Pferden werden Kleintiere, Delphine und Affen in der Therapie eingesetzt.