Um "Keltis" zu spielen, das Spiel des Jahres 2008, muss man schon einige Geduld aufbringen. Uns erschien die Spielanleitung zunächst undurchsichtig und kompliziert.
Nach zwei Versuchen war meine Tochter jedoch in der Lage, es mir zu erklären. (Ich habe es wohl komplizierter gemacht, als es gedacht ist ...) Sobald man die Regeln verstanden hat, kommt man schnell rein und amüsiert sich gut.
Das Spiel ist witzig, spannend und originell. Besonders gefallen hat uns die liebevolle und hochwertige Gestaltung von Spielbrett und Karten. Die Abbildungen ahmen keltische Zeichen nach, was beim Namen des Spiels natürlich nahe liegt.
Die Spielfiguren und Zählsteine sind aus Holz, die 110 Karten und die 25 Plättchen aus Karton. Auf "Wegen", die zu einem gemeinsamen Ziel ausgerichtet sind, werden vor dem Start verschiedene Zugplättchen platziert, welche die Zugweite oder -weise vorgeben.
Jeder Spieler versucht mit den eigenen Spielfiguren – vier kleine und eine große (mit der man Punkte verdoppeln kann) – unter Einsatz der ausgelegten Zugkarten möglichst erfolgreich vorwärts zu ziehen.
Die ersten Felder bringen allerdings Minuspunkte. Erst danach und bei der Schlusswertung kommt man in den Plus-Bereich. Bestimmte Plättchen, so genannte "Wunschsteine", bringen am Ende – allerdings nur in der richtigen Anzahl – weitere Punkte. "Keltis" ist also eigentlich recht einfach konzipiert. Wer die größte Punktzahl erreicht hat, gewinnt das Spiel. Und das ist mehr eine Frage des Glücks als der Taktik. So hat jeder die Chance zu gewinnen und strategische Planungen sind kaum möglich.
"Keltis" eignet sich deshalb besonders für jüngere Spieler und Familien, ist aber auch zu zweit sehr gut spielbar. Alles in allem ist "Keltis" ein unterhaltsames und spannendes Spiel für die ganze Familie.