Als vor zwei Jahren unser drittes Kind auf die Welt kam, bekamen wir interessante Kommentare zur neuen Familienkonstellation zu hören.
Viele meinten, dass ein Kind sicher immer zu kurz käme, weil es ja nur zwei Elternteile zum Kümmern gibt. Andere prophezeiten dem mittleren Kind eine schlechte Position, weil man als "Mittlerer" ja nichts gegen die großen und kleinen Geschwister zu bieten hätte.
Wie ist es nun tatsächlich?
Da das jüngste Kind, ein Mädchen, inzwischen zwei Jahre alt ist, haben sich die Familienstrukturen neu gebildet. Unserer ältesten Tochter tat es sehr gut, dass noch jemand in die Familie kam. Vom viel umjubelten ältesten Kind, was viel kann und Aufmerksamkeit von allen Seiten bekam, veränderte sie sich in eine fürsorgliche große Schwester. Sie sorgt sich um das Wohl beider kleinen Geschwister und ist uns Eltern somit eine Hilfe.
Unser "Mittlerer", ein Junge, kommt zwischen zwei Mädchen gut zurecht. Zu unserer Überraschung bilden nicht die beiden Mädchen ein Team gegen unseren Sohn, sondern er ist ein Herz und eine Seele mit seiner kleinen Schwester. Er hat die Rolle des größeren Bruders gewonnen, den jemand bewundert und der auch mal etwas besser kann. Seinem Selbstbewusstsein tat das gut.
Und die Kleinste? Wir Eltern staunen immer wieder, wie schnell sie bei allem mitmacht, was der Rest der Bande spielt und im Alltag macht. Offensichtlich sind zwei ältere Geschwister ein großer Ansporn und Grund, ganz schnell "groß" zu werden.
Klar sind drei Kinder anstrengend, aber aus Geschwistersicht überraschend anders, als alle erwartet hatten. Wir hoffen es bleibt so und die Drei kommen weiterhin gut miteinander aus. Bei uns sind daher Drei keiner zuviel.
• TS