Text: Michael Lindermann
Die Entscheidung, ein fremdes Kind aufzunehmen, zu betreuen und in die Familie zu integrieren, erfordert viel Verantwortungsbereitschaft, Mut und Kraft. Aber das Erziehungsengagement lohnt sich.
Viele Kinder brauchen dringend Pflegeeltern, weil sie aus verschiedenen Gründen bei ihren leiblichen Eltern nicht leben können oder dürfen und von ihren Familien getrennt werden müssen. Was die Pflegeeltern erwartet? Zunächst einmal müssen sie bereit sein, sich einem fremden Kind konstant und einfühlsam zuzuwenden und es liebevoll zu versorgen, so dass langsam die Trennung verarbeitet, Ängste und Misstrauen abgebaut und Vertrauen entwickelt werden kann. Ein wichtiger Prozess, der für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes „im zweiten Anlauf“ von entscheidender Bedeutung ist.
Das Amt für Soziale Arbeit in Wiesbaden sucht immer wieder aufgeschlossene Menschen, die im Rahmen unterschiedlicher Pflegeformen bereit sind, ihre Familie für ein fremdes Kind zu öffnen. So gibt es neben der Vollzeitpflege, die auf Dauer angelegt ist auch die Kurzzeitpflege, bei der ein Kind nur vorübergehend in einer Familie aufgenommen wird, bis die leiblichen Eltern wieder in der Lage sind, das Kind selbst zu versorgen. Außerdem gibt es in Wiesbaden noch das Modell der Bereitschaftspflege. Hier gilt es, in Not geratene Kinder „von jetzt auf gleich“ in die Familie aufzunehmen, um ihnen Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.
Wenn Sie sich, in welcher Form auch immer, für ein Pflegekind interessieren, hilft Ihnen das Amt für Soziale Arbeit – Jugendamt – gerne weiter.
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