Proteste in Flörsheim
Mit Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest am 21. Oktober wurden große Teile Flörsheims - weit über die von Fraport deklarierte ,,Kernzone“ hinaus - unbewohnbar. Verzweifelt machen die Anwohner nun mit Bannern und Plakaten auf ihre anscheinend ausweglose Situation der kalten Enteignung und dem damit einhergehenden Verlust der Heimat aufmerksam. Wie hier in der Hospitalstraße, wo zwei Mädchen mit ,,Stoppt den Lärmterror“ und ,,Der Himmel gehört nicht Fraport“ für den Erhalt ihres Elternhauses, ihrer körperlichen Unversehrtheit und ihrer Menschenwürde kämpfen. Im Minutentakt werden sie hier mit einer Lautstärke von über 80 db(A) überflogen. Genau am anderen Ende der Stadt, in der Friedrich-Ebert-Straße, fordern ihre Freunde Lissy und Carlo mit ,,Ruhe“ und ,,Es ist zu laut“ das Gleiche. In ihrem idyllisch am Feldrand mit Blick auf die Flörsheimer Warte gelegenen Garten, wo die Kinder vor kurzem noch sorglos spielen konnten, herrscht jetzt Lärmterror. Die Transparente entstanden bei einer spontanen Plakataktion, an der sich über hundert Bürger beteiligten. Am Ortseingang werden von Weilbach kommende Durchreisende nun mit ,,Fraport foltert Flörsheim“ empfangen, und an der Hertie-Unterführung verleihen die Bürger ihrer ohnmächtigen Wut mit einem schlichten ,,Fuck you Fraport“ Ausdruck. Das Flummi-Magazin erklärt sich solidarisch mit ihrer unter massivem Fluglärm leidenden Leserschaft in Flörsheim, Hochheim und der Rhein-Main-Region.