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03.11.09 | Wiesbaden-Erbenheim

Kinderstadtpläne verteilt

„An den Grundschulen der Justus-Liebig-Schule in Erbenheim, der Peter-Rosegger-Schule in Igstadt, der Ernst-Göbel-Schule in Kloppenheim, der Robert-Schumann-Schule im Ortsbezirk Nordost und der Friedrich-von-Schiller-Schule im Ortsbezirk Rheingauviertel, Hollerborn wurden die aktuellen Kinderstadtpläne verteilt“, erklärt Verkehrsdezernent Professor Joachim Pös. Die Kinder der vierten Klassen haben tatkräftig an der Erarbeitung der Pläne mitgewirkt, die auch die dritten Klassen erhalten, damit sie ihn als Unterrichtsmaterial nutzen können. Der Kinderstadtplan unterscheidet sich von herkömmlichen Stadtplänen – er ist in seiner grafischen Grundstruktur kindgerecht aufgebaut. Dargestellt sind beispielsweise gefährliche Straßen, gesicherte Überquerungsstellen, Haltestellen, Fußwege oder besondere Verkehrsregelungen wie verkehrsberuhigte Bereiche und Tempo 30-Zonen. Auch gefährliche Straßen ohne Gehwege sind ersichtlich. Darüber hinaus werden neben den öffentlichen Bildungs- und Freizeiteinrichtungen von den Kindern genannte Spielorte gekennzeichnet. Mit der Darstellung von ausgewählten Freizeiteinrichtungen und Freizeitwegen, die vorrangig unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit empfohlen werden, geht der Kinderstadtplan über den Standard des Schulwegeplanes hinaus. Auch für verkehrspädagogische Projekte, die sich mit der konkreten Lebenswelt von Kindern befassen, ist der Kinderstadtplan nutzbar. Der Kinderstadtplan setzt die Vorgabe des Paragraphen 4c der Hessischen Gemeindeordnung um, nach dem Kinder und Jugendliche an allen sie betreffenden Angelegenheiten angemessen zu beteiligen sind. Den Eltern bringt er den eigenen Stadtteil aus Sicht der Kinder näher und neu zugezogenen Familien mit Kindern im Grundschulalter können darin festzustellen, was die Umgebung für Kinder zu bieten hat. „Der Kinderstadtplan ist somit ein attraktiver Baustein für die kinderfreundliche Landeshauptstadt Wiesbaden“, führt Pös aus. Bei der Erstellung der Pläne haben sich die Kinder mit ihren Schul- und Freizeitwegen und den vielen Orten, die sie nachmittags zum Spielen aufsuchen beschäftigt: Straßen, Parkplätze, Spiel- und Sportplätze, Freizeiteinrichtungen und die freie Natur. Gemeinsam beurteilten sie die Verkehrssicherheit auf ihren täglichen Wegen aber auch die Sicherheit an ihren Spielorten. In Redaktionssitzungen wurden die vom Vermessungsamt fertig aufbereiteten Pläne abschließend von den Kindern „auf Herz und Nieren“ geprüft und für gut befunden. In Zukunft sollen für das gesamte Stadtgebiet Kinderstadtpläne entwickelt werden. Die neuen Kinderstadtpläne können neben den bereits vorhandenen Plänen im Internet unter www.wiesbaden.de/kinderstadtplan  angesehen und herunter geladen werden.


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