Fast jeden Tag malen Kinder zu Hause oder im Kindergarten und am liebsten mit ihrer Lieblingsfarbe. In der Mitte des Tisches stehen nur 3 Schalen mit Farben: rot, gelb, blau.
"Meine Lieblingsfarbe ist nicht dabei!" schreit eines der Kinder und wir fordern sie auf, die Farben zu mischen. Die Kinder sind begeistert und ganz nebenbei haben die 4- bis 6-Jährigen gelernt, wie man Farben mischt. Angeregt von der Idee, die natürliche Experimentierlust und Entdeckerfreude der Kinder zu fördern, planen wir – "Wissenswert", Sarah Susanne Maskort und Sarah Gmeiner – Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen.
Es wird dunkel im Raum und an der Wand erscheint eine Unterwasserlandschaft mit vielen Lebewesen. Plötzlich kommen Fragen auf: "Hat der Seestern eigentlich Augen?", "Sind die Stacheln vom Seeigel wirklich spitz?". All diese Fragen beantworten wir, tauchen noch tiefer ins Meer hinab und entdecken immer merkwürdigere Lebewesen. Und bevor wir wieder auftauchen, gestaltet jedes Kind seine eigene Unterwasserwelt.
Beim nächsten Treffen steht eine andere Frage im Mittelpunkt: "Wo ist eigentlich manchmal das Meer?", fragt ein Kind, das gerade aus dem Urlaub an der Nordsee kommt. Gute Frage. Jedes Kind bekommt eine leere Flasche und darf sie bis zur Hälfte mit Wasser füllen. Die Kinder kippen die Flasche nach hinten und das Wasser läuft weg. "Das nennt man Ebbe." Auf der anderen Seite steigt das Wasser an. "Das nennt man Flut." Dann kippen die Kinder die Flasche hin und her und entdecken, dass das Wasser immer wieder zurück fließt, genauso kommt die Flut, wenn auf der anderen Seite Ebbe ist. Durch selbstständiges Forschen und Entdecken lassen sich eigene und genauere Vorstellungen von Dingen und Sachverhalten und somit von der Welt entwickeln.