Wie muss das optimale "naturwissenschaftliche" Lernen gestaltet sein, damit es Kindern Spaß macht und erfolgreich sein kann? Ross (2000) bringt es auf den Punkt, wenn er sagt "Kinder sind Wissenschaftler beim Spielen". Es gilt also den kindlichen "Forscherdrang und Entdeckergeist" zu wecken und die Kinder anzuregen, sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Drei Kriterien sind dabei wichtig:
1. Die Experimente müssen kindgerecht aufbereitet sein.
Das bedeutet, Wirkungen zu verdeutlichen, die die Kinder in andere Situationen übertragen können. Um zum Beispiel das Phänomen des Rückstoßes zu verstehen, können sie einen Luftballon aufblasen und anschließend durch die ausströmende Luft antreiben. Wichtig: die Erklärung der Wirkung. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Experimente nicht als „Zaubereien“ im Raum stehen bleiben, sondern kindgerechte und wissenschaftlich fundierte Erklärungen folgen.
2. Wichtig für Lernerfolg ist die Eigeninitiative der Kinder.
Sie sollten die Möglichkeit haben eigene Experimente durchzuführen, sich kreativ einem „Problem‘“ zu stellen und eigene Ideen und Lösungen einzubringen. Der Erwachsene sollte in diesen Situationen nur als „Lernbegleiter“ agieren.
3. Darüber hinaus sollten die naturwissenschaftlichen Phänomene Verbindungen zum Alltag und der Erfahrens- und Erlebenswelt der Kinder aufweisen, zum Beispiel beim Entzünden einer Kerze oder anderen Erlebnissen im Alltag.
Werden die genannten Kriterien beachtet, wird das Experimentieren und das damit verbundene naturwissenschaftliche Lernen von den Kindern nicht als Druck oder Stress empfunden. Im Gegenteil, die Kinder haben viel Spaß am Experimentieren und Ausprobieren. Denn wie sagte schon Einstein: "Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist nur Information."