Es gab Zeiten, das gebe ich ehrlich zu, da fühlte ich mich regelrecht unter Druck gesetzt und beim Nicht-Erwerb von Lebensmitteln aus biologischem Anbau sogar ein wenig schuldig. Mein armes Kind, wie kann ich nur die günstigere Paprika kaufen, wer weiß, vielleicht schade ich ihm ja auf lange Sicht? Das Schöne am Leben aber ist ja, dass man sich weiterentwickelt. Und so habe ich für meine Familie und mich, zumindest ist das meine Meinung, einen gesunden Mittelweg gefunden. Wir konsumieren aus einem Pool aus Bio-, regionalen- und saisonalen Lebensmitteln. Jede Woche bekommen wir eine Bio-Obst- und Gemüsekiste nach Hause geliefert. Regional agieren wir vor allem beim Erwerb von Milchprodukten. Saisonal engagieren wir uns zunehmend bei frischem Obst und Gemüse - im Sommer fällt das zugegebenermaßen auch etwas leichter. Diese Variante ist für uns, auch im Hinblick auf den finanziellen Aspekt, diejenige, mit der wir uns am besten identifizieren können. Ab und zu allerdings lassen wir uns auch zu frischer Flugware hinreißen, denn nichts schmeckt besser als eine „vor Ort“ gereifte Mango oder Papaya.
• Susanne Fleig 
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