Mit nur einem Kind gestaltet sich die Zeit- und Gerätediskussion relativ einfach.
Wir haben dass Glück, dass unser 10-jähriger Sohn sehr gerne liest, aber eben auch gerne Nintendo spielt - früher war es eher der Computer.
Wir handhaben die Zeitfrage eher locker, sind alle Hausaufgaben gemacht, war er draußen im Wald und hat mit Freunden gespielt – oder ist schlechtes Wetter, dann kann danach auch eine Weile Computer oder eben Nintendo gespielt werden.
Diese Zeit ist nicht genau begrenzt, hat er gerade viel Spaß an einem Spiel, dann kann er auch mal länger spielen, bis eine Aufgabe erledigt ist.
Oft sitzen auch mehrere Jungs zusammen und spielen gemeinsam. Wir haben früher anders kommuniziert, aber die Zeiten ändern sich eben und auch Computer- oder Nintendospielen ist eine Art gemeinsamer Aktivität.
Wir setzen uns auch mal dazu, spielen mit oder lassen uns das Spiel zumindest erklären – bekunden einfach Interesse daran, was gerade aktuell ist. Julian beendet das Spiel am Computer immer bald, wenn wir ihn darum bitten aufzuhören, hält vereinbarte Zeiten ein und würde nicht spielen, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.
Hat Julian lange Zeit am Computer verbracht, dann weiß er, dass dies die Fernsehzeit kürzt - es gibt, zumindest in meinem Kopf - eine Art „Medien-Zeitkonto“.
• Christina Neuner