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News Juli 2009

24.07.09 | Hochheim

Sommerstadt- die Hochheimer Kinderspielstadt
In der "Sommerstadt". die vom 10. bis 21. August 2009 zum 4. Mal öffnen wird verwalten Kinder sich selbst: Mit eigenem Geld, Arbeitsamt und Rathaus. Sie heiraten vielleicht, spielen Gerichtsverhandlung und können neue Gesetze erlassen. Einmal pro Woche machen sie, was die Großen auf Bundesebene nur alle vier Jahre machen: Sie gehen wählen.

Eigentlich läuft in "Sommerstadt" nichts Besonderes. Die Stadt hat 260 Einwohner, es gibt eine beliebte Pizzeria, unverschämte Taxifahrer, die grundsätzlich zu schnell fahren und ab und zu mal einen Banküberfall. Es gibt eine Lokalzeitung, die beherzt gegen Missstände anschreibt, einen TV-Sender, der jeden Nachmittag die aktuellsten Nachrichten und Talkshows sendet, und ein Bürgerbüro, das den Bürgerinnen und Bürgern bei allen Problemen hilft. Alles ganz normal. Eigentlich.

Nur etwas ist anders. Die Bürgermeister hier sind die Jüngsten Deutschlands. Sommerstadt heißt diese Stadt, von Kindern und für Kinder gemacht. Alle zwei Jahre in den Sommerferien öffnet sie auf dem Weihergelände und dem gegenüberliegenden Haus E1NS ihre Pforten für Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. Und alle zwei Jahre beweisen die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, dass sie können, was die Großen ihnen vormachen: sich selbst regieren. In dieser bunten Stadt im Kleinformat gibt es eine eigene Währung, die "Sonnen-Scheine", es gibt ein Rathaus, ein Arbeitsamt, eine Polizei, den Bauhof, eine Zimmerei, eine Bäckerei und natürlich auch ein Neubaugebiet, wo Kinder aus Holz eigene Häuser bauen, um dann vielleicht sogar ein eigenes Gewerbe aufmachen zu können. Die 6 und 7-jährigen Bürgerinnen und Bürger gehen in die Berufsschule und werden langsam an die Arbeitswelt draußen herangeführt.

In jeder der beiden Wochen gibt es Bürgermeisterwahlen. Der Bürgermeister des Jahres 2007, Constantin Pracht, ist mittlerweile 12 Jahre alt und der noch amtierende Bürgermeister. Er eröffnet am 10. August 2009 um 9.30 Uhr die Sommerstadt und übernimmt bis zur Wahl am 12. August die Amtsgeschäfte im Rathaus. Dies ist neu, denn bisher waren alle Bürgermeister in der darauffolgenden Sommerstadt zu alt.

In Sommerstadt wird nach festen Regeln gespielt - und das Erstaunliche ist: Sie werden eingehalten. Wer Einwohner werden will, muss sich im Bürgerbüro einen Ausweis abholen. Wer wählen oder ein Gewerbe aufmachen will, muss erst mal "Vollbürger" werden, d.h. mindestens fünf Stunden arbeiten und sich gesetzlich nichts zu Schulde kommen lassen. 10 Sonnenscheine bekommt man für eine Stunde Arbeit und davon geht 1 Sonnenschein als Steuer ab.

In der Kinderspielstadt erfahren die Kinder im kleinen Rahmen die komplexen Zusammenhänge der Gesellschaft. Es kommt zu interessanten Gesprächen zu Hause, wenn das Kind seine Mutter abends fragt, welche Arbeit die Mutter sich denn morgen aussucht und bei der Antwort feststellen muss, dass die Mutter immer den gleichen Job macht. Was in dem für die Mutter frustrierenden Satz ihres Kindes endet: "Das ist aber blöd!"

Die Kinder der Sommerstadt suchen sich eine Arbeit auf dem Arbeitsamt aus und gehen mit der entsprechenden Arbeitskarte in den ausgesuchten Betrieb. Hier erklärt ihnen der Betriebsberater die Aufgaben, die zu bewältigen sind und welche Aufträge von anderen Betrieben vorliegen. Das Kind muss mindestens eine Stunde arbeiten, um Anrecht auf Lohn zu haben. Es kann aber auch nach mehreren Stunden oder am Ende des Tages den berühmten Satz "Ich kündige." aussprechen und erhält dann einen Lohnzettel, der in der Bank eingelöst werden muss.

Den Kindern wird in der Sommerstadt ziemlich schnell klar, wie es "später" läuft: Als Bürger sollte man sich eine Arbeit suchen, Geld verdienen, Steuern zahlen, zur Wahl gehen. Fortgeschrittene machen selbst Politik. Im Spiel können sie nachahmen und reale Erlebnisse verarbeiten. Kinderspielstädte sind jedoch weit mehr als nur ein Spiel. Die Sommerstadt ist vielmehr ein Ort, an dem Kinder sich ausprobieren können und das mit deutlich mehr Spaß als in der Schule. Sie werden ernst genommen und nehmen sich selber ernst. Ihre Probleme sind "echt" und sie versuchen diese selbst zu lösen. Sie probieren aus, welche Lösung am besten dabei hilft.

Der Rahmen, den die Sommerstadt bietet, ist aus organisatorischen Gründen notwendig. Den Inhalt des Rahmens zu gestalten, ist den Kindern vorbehalten.

Erwachsene dürfen sich nur mit einem Visum und in Begleitung eines Stadtführers, natürlich auch ein Kind, das Spielgelände zeigen lassen. Mitspielen ist nicht möglich, obwohl das viele Eltern neidisch bemängeln. Ihnen bleiben außer der Stadtführung nur die Eröffnung und das große Stadtfest zum Abschluss. Stadtführungen werden über das Bürgerbüro organisiert und finden vom 11. bis 20. August außer am Wochenende täglich um 10.00 und um 13.00 Uhr statt.

Die erste Hochheimer Kinderspielstadt entstand im Jahre 2003 und wird auch zukünftig alle 2 Jahre im Wechsel mit dem sonstigen Ferienspielkonzept stattfinden. Die Sommerstadt wird organisiert durch das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hochheim am Main, Tel. 06146-601334. Projektleiterin ist in diesem Jahr Frau Katrin Bläsing, die auch unter der Nummer 0178-3136783 erreichbar ist. Viele weitere Informationen, einen Stadtplan und Bilder findet man unter www.sommerstadt.de.

 

Die Stadt Hochheim am Main dankt allen Sponsoren und Partnern. Die Mainzer Volksbank, die Nassauische Sparkasse und die Taunus-Sparkasse unterstützen auch in diesem Jahr wieder die Aktivitäten der Sommerstadt und tragen dabei in erheblichem Maße dazu bei, dass ein solches Projekt stattfinden kann und die Selbständigkeit der Kinder gefördert wird. Zusätzlich werden die Medienbetriebe der Sommerstadt, die Online-Redaktion und der TV-Sender, durch Fördergelder der LPR Hessen unterstützt, die zum Ziel haben, die Medienkompetenzen der Kinder zu steigern.

 


01.07.09 | Wiesbaden

Ferienkarte 2009 ab sofort erhältlich
 Die Ferienkarte der Landeshauptstadt Wiesbaden wird seit Montag, 29. Juni, wieder in allen Filialen der Nassauischen Sparkasse in Wiesbaden sowie der Mainzer Sparkasse in Kostheim und Kastel für 26 Euro angeboten. Sie kann von allen Wiesbadener Schülerinnen und Schülern ohne Altersbegrenzung sowie von Auszubildenden, Berufsschülerinnen und Berufsschülern und Arbeitslosen bis einschließlich 18 Jahre genutzt werden.
 
Die Ferienkarte ermöglicht unter anderem die kostenlose Benutzung der Busse und Bahnen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes in Mainz und Wiesbaden und berechtigt zum kostenlosen Eintritt in die Frei- und Hallenbäder Kleinfeldchen, Maaraue und Kalle- und Eswe-Bad. Außerdem erhalten die Karteninhaberinnen und Karteninhaber unter anderem Vergünstigungen in Wiesbadener Kinos, Bowlingbahnen und weiteren Freizeiteinrichtungen in der näheren Umgebung. Entgegen dem Ausdruck auf der Ferienkarte ist in diesem Jahr aufgrund kurzfristiger Renovierungsarbeiten die Nutzung des Hallenbades in Kostheim leider nicht möglich.
 
Die Ferienkarte ist vom 11. Juli bis zum 23. August gültig.
 
Weitere Informationen gibt es im Amt für Soziale Arbeit, unter der Telefonnummer 0611 31-3531 oder im Internet unter www.wiesbaden.de/ferienprogramm.

 


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