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Vom „richtigen“ Gucken und Spielen

 

Ab wann darf mein Kind fernsehen bzw. an den Computer?

 

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Wissenschaftliche Statistiken, die besagen, dass nicht Kinder den höchsten Fernsehkonsum haben, sondern die Altersgruppe ab 60 Jahren, trösten nur ein bisschen. Aber nirgendwo auf der Welt macht man sich so viele Gedanken zu diesem Thema wie bei uns.


Es geht also nur individuell und mit dem genauen Blick aufs Kind: wenn sich ein 3jähriges Kind für Vorgänge am Computer interessiert, dann sollte man ihm auch zeigen, was da passiert und wie es funktioniert. Allein in einer Datei die Farbe auszutauschen macht in diesem Alter großen Spaß. Bei Computerspielen für 5-6jährige sollte ein Erwachsener beim ersten Mal dabei sitzen, um zu sehen, um was es geht. Sogenannte „Lernsoftware“ gibt es zu zahlreichen Themen, auch hier das auswählen, was das Kind interessiert.

Die Zeit am Computer sollte am Anfang auf 30 Minuten begrenzt sein. Das wird akzeptiert und ist mit der Eieruhr leicht zu handhaben. Am Besten funktioniert das Spiel am PC, wenn ein Freund da ist und sich die Kinder gegenseitig zeigen, wie es funktioniert. Das fördert die sozialen Kompetenzen.

Natürlich haben die Kinder am meisten Spaß an den „Hau-drauf“-Spielen. Auch Mädchen schrecken nicht vor virtuellen Prügeleien zurück. Und sie werden dadurch keinesfalls agressiver oder sozial gestört. Solange das Umfeld stimmt und Eltern sich die sogenannte „wertvolle Zeit“ für die Kinder nehmen.

 

Beim Fernsehen ist für „Anfänger“ eine halbe Stunde pro Tag am Wochenende genug „Flimmern“. Wann der Einstieg beginnt, muß jeder individuell entscheiden. Auch hier ist es wichtig, mit den Kindern zusammen zu schauen und während oder nachher über das Gesehene mit ihnen zu reden, damit keine unverdauten Bilder zu Angstauslösern werden. Am Einfachsten lässt sich das mit Videos oder DVDs handhaben. Für die kleineren Kinder ist das wiederholte Schauen dabei kein Grund für Langeweile: das gibt ihnen Sicherheit und sie bewegen sich auf vertrautem Terrain. Und es macht sogar richtig Spaß, die alten Filme der eigenen Kindheit wieder zu schauen wie  „Das Sams“ oder „Ferien auf Saltkrokan“.

Wer mehr über die Inhalte von Fernsehsendungen für Kinder wissen möchte: im Medienzentrum Wiesbaden gibt es die Broschüre „Flimmo“, eine Programmberatung für Eltern. Und wer im Kino etwas Besonderes erleben möchte: in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden (Infos im Terminkalender) gibt es immer samstags einen Kinderfilm mit pädagogischem Begleitprogramm wie z.B. einer Spielaktion hinterher – das kommt bei den Kindern richtig gut an!

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Es flimmert im Kinderzimmer

 

Was sollten Eltern wissen, um Ihre Kinder beim Umgang mit Medien zu begleiten? Wir haben Medienpädagogin Claudia Stump gefragt!

Fünf Eltern mit Kindern verschiedener Altersstufen berichten über ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

Flummi empfiehlt: drei Bücher zum Thema Internet, Fernsehen und Werbung.

Internet für Kinder? Die besten Adressen.

Tipps für Eltern zum Thema Fernsehen von FLIMMO.



Mehr Info


Autorin Claudia Stump arbeitet als Medienpädagogin im Medienzentrum Wiesbaden e.V.

Außerdem ist sie beim Improvisationstheater „Für Garderobe keine Haftung“ zu sehen.

Sie lebt mit Mann und 2 Kindern in Wiesbaden.

 


 

Medienzentrum Wiesbaden e.V.

Neugasse 15 –19

www.medienzentrum-wiesbaden.de