HomeKontaktImpressumSitemap
none
 

Ratte-Katze-Hund – 3 Beispiele aus der Praxis

 

 

Rattenscharf und verdammt cool.

Michael: Hund, Katze, Hamster? Viel zu langweilig, viel zu spießig. Fand jedenfalls unser Max (16), für den beim Thema Haustier nur eins in Frage kam: eine possierliche Ratte. Nach einer längeren Familiendiskussion und diversen Bedenken gaben wir unser Okay, fuhren in eine Tierhandlung und erstanden eines dieser kleinen, grauen Monster. Max sah sich schon mit dem Tier auf der Schulter cool durch die Stadt laufen – was aber ganz und gar nicht den Vorstellungen seines neuen vierbeinigen Lieblings entsprach: Die Ratte zog sich scheu und ängstlich in die hintersten Tiefen Ihres Käfigs zurück und war auch durch die verlockensten Leckereien nicht aus der Reserve zu locken. Das Ende vom Lied: Wir brachten die Ratte nach einer Woche ins Tierheim und mussten uns von einer Pflegerin einige verantwortungsschwangere Vorwürfe in Richtung „vorher besser überlegen und informieren, dann erst kaufen“ anhören – völlig zu Recht übrigens.


Raubtier im Schmusepelz.

Karin: Die Frage welches Tier zu unserer Familie passt, stellt sich nicht. Katzen waren schon immer unsere Favoriten. Ihre Eigenständigkeit, Persönlichkeit und das Wesen einer Katze hat uns alle drei schon immer begeistert. Januar 2006 wollte ich also mit Tochter Lilli das neue Katzenhaus im Rüsselsheimer Tierheim besuchen. Wir hatten schon viel davon gelesen und gehört – für Katzen-Fans und -Kenner wie uns ein absolutes „Muss“.
Und wir wurden fündig: „Die Neue“ stellte uns als vermeintliche Katzenprofis vor ungeahnte Herausforderungen: im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin ist sie äußerst mitteilsam, quirlig und eine begnadete Mäuse-Jägerin. In den ersten drei Monaten wurden wir ca. dreimal pro Nacht durch klägliches Miauen aufgeweckt. Nach mitternächtlichen Fütterungsaktionen (was die Katze zunächst bestätigte...) konnten wir dieses Verhalten erst unterbinden, indem wir unsere Katze nächtens mit absoluter Nichtachtung bestraften. Dadurch war nach einem Monat das Problem gelöst.
Experimente in Sachen Futter werden von unserer Katze mit Hungerstreik quittiert: inzwischen dürfen wir nur noch die „Fischbox“ verfüttern. Dann gibt es noch Sympathie-Bekundungen der besonderen Art: mindestens einmal pro Woche bekommen wir ein Mäuse-Geschenk. Diese können noch quietschfidel durch’s Wohnzimmer wetzen oder schon halbtod auf dem Teppich liegen. Wir sind inzwischen an (fast) alles gewöhnt und ebenfalls zu trickreichen Mäuse-Jägern (und manchmal auch Vogel-Rettern) geworden. Egal, wie viele Mäuse sie noch bringt: wir wollen unsere Katze nicht mehr missen!

Lilli (5 1/2 J.): Ich habe Lena im Tierheim ausgesucht und sie ist eine besondere Katze: sie fängt ganz viele Mäuse, leider manchmal Vögel und Libellen – und sie ist sogar mit mir schon bis zum Kindergarten gelaufen und hat dort vor der Tür gewartet. Ich kann mit ihr spielen und sie hört auf ihren Namen. Ich bin froh, das ich eine Katze habe!


Treues Rudelmitglied.

Iris: Hund Ben ist 7 Monate alt. Vor fünf Monaten trat er in unser Leben, adoptierte uns als sein Rudel und ist unser bester tierischer Freund. Wir lieben ihn heiß und innig und würden ihn auf keinen Fall mehr hergeben. Dabei hat die Entscheidung für einen Hund lange gedauert, gab es doch so viel zu bedenken. Immer wieder haben wir an unseren Pro- und Contra-Listen geschrieben – und uns dann (trotz einer eng beschriebenen Contra-Seite) dafür entschieden. Wir sind froh darüber, denn es macht viel Spaß mit ihm. Natürlich war er erst mal ein unbekanntes (nicht stubenreines!) Wesen, an das wir uns alle gewöhnen mussten. Gerade die Kinder waren oft unsicher, wenn Ben voller Übermut an ihnen hochsprang und mit seinen Milchzähnen alles anknabberte. Aber das hat sich verändert. Jetzt ist er ihnen vertrauter, ein Freund und Spielgefährte, mit dem sich prima durch die Felder und Wälder streifen lässt, der sich (fast alles) gefallen lässt (insbesondere Stellas wildes Geknuddel), der auch auf sie hört und der eben immer in der Nähe ist (s.o.).  

 

Stella (8 J.):  Unser Hund heißt Ben. Er ist noch sehr klein und süß. Er ist ein kleiner Münsterländer. Der Ben knabbert noch an vielen Sachen herum. Manchmal an meinen Spielsachen, das nervt mich. Wir haben ihm auch schon Spielsachen gekauft. Wir haben im Garten Holz für den Ofen und der Ben holt sich immer das Holz. Und dann liegt es überall herum. Er hat auch schon viele Hundefreunde und von einem Freund hat er die Sprache gelernt: das Bellen. Ich finde schön am Ben, dass er weiß, wer alles zu seinem  Rudel gehört. Das ist unser Rudel: Roland, Iris, Stella, Joshua, Ben. Ich finde toll am Ben, dass er uns immer so doll begrüßt, wenn wir kommen. Und dass er immer da ist.

 

Nach oben


none