Karin: Die Frage welches Tier zu unserer Familie passt, stellt sich nicht. Katzen waren schon immer unsere Favoriten. Ihre Eigenständigkeit, Persönlichkeit und das Wesen einer Katze hat uns alle drei schon immer begeistert. Januar 2006 wollte ich also mit Tochter Lilli das neue Katzenhaus im Rüsselsheimer Tierheim besuchen. Wir hatten schon viel davon gelesen und gehört – für Katzen-Fans und -Kenner wie uns ein absolutes „Muss“.
Und wir wurden fündig: „Die Neue“ stellte uns als vermeintliche Katzenprofis vor ungeahnte Herausforderungen: im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin ist sie äußerst mitteilsam, quirlig und eine begnadete Mäuse-Jägerin. In den ersten drei Monaten wurden wir ca. dreimal pro Nacht durch klägliches Miauen aufgeweckt. Nach mitternächtlichen Fütterungsaktionen (was die Katze zunächst bestätigte...) konnten wir dieses Verhalten erst unterbinden, indem wir unsere Katze nächtens mit absoluter Nichtachtung bestraften. Dadurch war nach einem Monat das Problem gelöst.
Experimente in Sachen Futter werden von unserer Katze mit Hungerstreik quittiert: inzwischen dürfen wir nur noch die „Fischbox“ verfüttern. Dann gibt es noch Sympathie-Bekundungen der besonderen Art: mindestens einmal pro Woche bekommen wir ein Mäuse-Geschenk. Diese können noch quietschfidel durch’s Wohnzimmer wetzen oder schon halbtod auf dem Teppich liegen. Wir sind inzwischen an (fast) alles gewöhnt und ebenfalls zu trickreichen Mäuse-Jägern (und manchmal auch Vogel-Rettern) geworden. Egal, wie viele Mäuse sie noch bringt: wir wollen unsere Katze nicht mehr missen!
Lilli (5 1/2 J.): Ich habe Lena im Tierheim ausgesucht und sie ist eine besondere Katze: sie fängt ganz viele Mäuse, leider manchmal Vögel und Libellen – und sie ist sogar mit mir schon bis zum Kindergarten gelaufen und hat dort vor der Tür gewartet. Ich kann mit ihr spielen und sie hört auf ihren Namen. Ich bin froh, das ich eine Katze habe!