HomeKontaktImpressumSitemap
none
 
„Ich sehe was, was Du nicht siehst" – Erfahrungen von Kindern im Verkehr

"Kinder nehmen den Straßenverkehr nur eingeschränkt wahr. Sie haben eben kurze Beine, sind ich-bezogen, haben ein anderes Zeitgefühl und können Geschwindigkeiten und Situationen schlecht beurteilen. „Daher ist das wiederholende Üben und Erläutern des Straßenverkehrs so wichtig", sagt Susanne Hohm, Erzieherin in der Kindertagesstätte Zwergenhöhle in Hattersheim.


Im letzten Kindergartenjahr übt sie zusammen mit den künftigen Schulkindern, den "Einsteins" (natürlich nach Albert Einstein benannt), ihrer Kollegin Anja Eckhardt und dem Verkehrspolizisten, Herrn Schäfer, die Verhaltensweise im Verkehr.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Stadt Hattersheim werden Regeln besprochen und das Verhalten korrigiert. Gemeinsam wurde ausprobiert, welches der sicherste und welches der kürzeste Weg über die Straße ist, was man tut, wenn die Fußgängerampel plötzlich rot wird, und woran man erkennt, wann ein Auto rückwärts fährt.

Hierbei waren die Kinder ideenreich und neugierig und haben mir bei meinem späteren Interview vor allem zwei Regeln genannt, die für sie ganz wichtig waren. Beim Überqueren der Straße: "Erst stehen, dann sehen, dann gehen, wenn die Straße frei ist" und am Zebrastreifen: "Erst wenn die Räder stehen, dann dürfen wir gehen." Aber was tun, wenn die Autofahrer doch nicht „richtig" anhalten? Hier sind wir als Autofahrer einmal mehr gefragt, sich in die Welt der Kinder zu versetzen und als Eltern sich klar zu machen, dass wir das unumstößliche Vorbild unserer Kinder sind.


Wir Eltern haben es auch in der Hand, nun das Erlernte gemeinsam umzusetzen. Und das bedeutet vor allem: „Gehen Sie mal wieder zu Fuß und lassen Sie das Auto stehen". Nur so lernen die Kinder auf ihrem künftigen Schulweg auch brenzlige Situationen zu meistern.

• Ilka Mentzen

none
 

Thema Kinder im Verkehr

 

zurück zur Übersicht