Diese Frage stellte ich ihr, als ich sie zum x-ten Mal an den Tasten sah. Einsilbig gibt sie zu verstehen, dass sie im SchülerVZ sei und ich nerve. Am nächsten Tag ließ sie mich über ihre Schulter blicken und ich konnte einiges lernen.
Im SchülerVZ kann sich jeder Schüler mit seinen Freunden, Photos und Hobbys präsentieren. Mitglied wird man auf Einladung von Freunden. Mittels Passwort und Email Adresse kann sich dann jeder einloggen. Ist man dann eingeloggt, erreicht man über Links Zugang zu anderen Einträgen und kann sich dann von diesen zu Weiteren hangeln.
Auf einem Steckbrief werden Daten wie Alter, Email Adresse, besuchte Schule, Hobbys, Lieblingsmusik, Vorlieben, Abneigungen, Photoalben, Links zu Freunden, etc. angegeben. Auf einer individuellen Pinnwand können Freunde Nachrichten hinterlassen.
Ein Suchdienst ermöglicht z.B. das Auffinden von Freunden. Diese Suchfunktion kann man zum eigenen Schutz durch Sperrvermerke vor anderen schützen oder z.B. nur für Freunde zulassen. Ich muss gestehen, dass ich dieser Einrichtung kritisch gegenüber stehe, da hier jeder das Innerste nach außen kehrt und dieses so für jeden sichtbar wird. Ein eventueller Missbrauch von persönlichen Daten wird m.E. nicht wirksam unterbunden.
Deshalb sollten persönliche Angaben spärlich und möglichst anonym abgegeben werden. Eltern sollten sich deshalb die Eintragungen ihrer Kids einmal zeigen lassen und diese dahingehend überprüfen. Unabhängig davon sollten Eltern die Computerzeiten und das Nutzerverhalten ihrer Kinder im Internet im Auge behalten. Wenn Kids still vor der Kiste sitzen, heißt das noch lange nicht, dass sie dabei keinen Gefahren ausgesetzt sind.