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Elternbildung ist kein Wundermittel ...

aber sie kann etwas bewirken!

 

Der Ausbau von Elternbildungsangeboten steht zurzeit sozialpolitisch hoch im Kurs, aber können diese Angebote auch helfen, Gewalt und Vernachlässigung in den Familien zu verhindern?

 

Mal ganz platt gefragt: Schlägt der Vater seinen Sohn weniger, nachdem er einen Elternkurs besucht hat? Also: der Vater wird (hoffentlich) im Kurs lernen, dass er 1. nicht schlagen darf; 2. was er tun kann, um sich zu beherrschen; und 3. wie er anders mit seinem aufmüpfigen Nachwuchs umgehen kann und zwar ohne Patentrezepte zu verteilen. Das wäre schon eine ganze Menge!

Aber neben fehlendem Wissen über Erziehung tragen noch andere Dinge dazu bei, dass Eltern die Hand ausrutscht, z.B. beengte Wohnverhältnisse, hohe persönliche Belastung durch Arbeit oder Arbeitslosigkeit, anstrengende Entwicklungsphasen bei den Kindern und so weiter. Ganz klar: Elternbildung allein reicht gerade für sozial stark belastete Familien nicht aus, aber sie ist ein wichtiger Baustein.

 

Sozialwissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass z.B. der Besuch eines Elternkurses nachhaltig eine gute Wirkung auf die Familienatmosphäre bei den Teilnehmern hatte.

Problem bleibt nur, dass sich meist die ohnehin schon „besser informierten“ Eltern zu den Angeboten anmelden. Auf diese Schieflage haben mittlerweile das Amt für Soziale Arbeit und andere Anbieter (z.B. Kinderschutzbund, Familienbildungsstätten, Integrationsamt etc.) reagiert und interessante Angebote für „die anderen“ Eltern entwickelt. Zum Beispiel kommt die Elternbildung (inkl. Förderung von Kleinkindern) beim Hausbesuchsprogramm Opstapje zu den Teilnehmern direkt nach Haus oder zum Sprachkurs wie beim Projekt „Mama spricht Deutsch“.

 

Also: es passiert etwas und das ist gut so!

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Thema Starke Kinder

 

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Elke Lühning

Dipl.-Pädagogin, Leiterin der Fachstelle Elternbildung im Amt für Soziale Arbeit in Wiesbaden