Martina K. aus Rüsselsheim erzählt:
Meine Tochter, 6 Jahre, hatte Besuch von einer neuen Freundin. Die Mutter kam abends, um ihre Tochter abzuholen. Als wir gemeinsam ins Kinderzimmer gingen, hatte meine Tochter das T-Shirt noch an, sich aber sonst komplett ausgezogen. Da reckte sie uns ihren Po entgegen und sang mit La-la-la-lala dazu. Meiner Aufforderung, das zu lassen, kam sie nicht nach und tat es gleich noch mal. Die Mutter, die ich noch wenig kannte, war sichtlich irritiert und mir die Situation unangenehm. Endlich hörte meine Tochter damit auf und die Situation entspannte sich. Einerseits finde ich ihr „schamloses“ Verhalten nicht schlimm, andererseits war ich verunsichert, wie ich darauf reagieren sollte. Am Ende entschied ich mich, es einfach „ganz normal“ zu finden.
Stefan K. aus Eltville erzählt:
Kürzlich bekamen wir Besuch von einer 5-jährigen Freundin meiner Kinder. Dabei werden, wie so oft, die Kunststücke und artistischen Einlagen meiner Kinder präsentiert und ich als Vater zu einem Karussell oder Trampolin umfunktioniert. Meistens endet es in ausgelassenen Kitzelspielen und Raufereien. Dabei kam ich nicht nur meinen Kindern sondern auch unserem Besuch sehr nah. Mit mehreren Kinder im Arm und am Bein wurde ich quasi überall „begrapscht“. Ich bin hierbei fremden Kindern gegenüber besonders vorsichtig, da ich deren Toleranzgrenze zwischen Spaß und Ernst nicht kenne. Die Grenze war aber bei den Kindern ungefähr gleich. Um so erstaunter war ich, als mir unser junger Damenbesuch zielsicher zwischen die Beine griff. Aus Taktgefühl bin ich auf diese scheinbar kleine Versehen nicht eingegangen. Als ich aber wegen meiner Ignoranz den zweiten Angriff hinnehmen musste, blieb mir schier die Luft weg. Begleitet war dieser Zweitgriff dann auch noch von einem provokanten Gesichtsausdruck. Da war mir klar, das war pure Absicht. Mit einem: „Mach das bitte nicht, das tut weh“ klärte ich die Situation. Es blieb die Erkenntnis, auch 5-jährige kennen schon den kleinen Unterschied.
Andrea S. aus Bad Schwalbach erzählt:
Als unsere Nachbarn ihr zweites Kind erwarteten, wollte der inzwischen 7-jährige große Bruder ganz genau wissen, wie es dazu kommt, wie das alles vor sich geht und ging. Nach aufschlussreichen Erklärungen der Eltern fragte der Knirps völlig entgeistert: „Wann habt Ihr denn so was gemacht – ich war doch immer da ... ?“