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Wenn die Playstation zur Sucht wird

Spiel

Computerspiele bringen Spannung, Spaß und Unterhaltung, wie andere Spiele auch.

Unsere Kinder wachsen damit auf wie wir in unserer Kindheit mit dem Fernsehen. So wie wir (hoffentlich!) gelernt haben, sinnvoll mit dieser Programmvielfalt umzugehen, sollte es das Ziel für unsere Kinder sein, einen angemessenen Einsatz des Computers zu lernen.

 

Für alle Spiele gibt es Regeln und das gilt genauso für Computerspiele.  Als Erwachsener muss ich - wie ein Trainer - den Kindern solche Spielregeln vermitteln und auf ihre Einhaltung achten. Wichtig ist außerdem, dass der Computer nicht zum reinen Unterhaltungsmedium verkommt.

Umgang

Für ältere Kinder heißt das, unterscheiden lernen, wann und wie der Rechner z.B. für ein Referat oder eine Internetrecherche genutzt wird, und wann man ihn als “Spielkonsole” verwendet.

Für die Kleinen stellt er sicher nur ein faszinierendes Spielzeug dar. Allerdings sollte eine 6-Jährige nicht 90 Minuten alleine vor einer Spielfilm-DVD hocken und ein 8- Jähriger nicht täglich zwei Stunden lang auf Hühner ballern.

 

Unbeschränkter Zugang zu Computerspielen im Grundschulalter ist der größte Risikofaktor für spätere Computersucht. Übermäßige Nutzung von nicht altersgemäßen Videospielen, besonders mit gewalthaltigem Inhalt, beeinträchtigt die Lernleistung und die Hirnentwicklung Heranwachsender.

Bereits mit durchschnittlich zwei Stunden täglicher Spielzeit wird eine kritische Grenze erreicht. Bedenklich wird es, wenn Computerspiele die einzigen Erfolgserlebnisse im Alltag darstellen. Frust in der Schule und Spaß am PC sorgen für eine Verschiebung der Wahrnehmung. “Reale” Hobbies und gemeinsame Unternehmungen prägen eine gute Beziehung zwischen Eltern und Heranwachsenden und verhindern das Abdriften in die virtuelle Welt.


Vorbild

Wenn Kinder sich mit 4 - 5 Jahren zu Papas dazusetzen und nach- oder mitmachen möchten, was die Eltern tun, ist das ein guter Einstieg. Zahlreiche Portale bieten ein kindgerechtes Angebot auch für die Kleinsten mit Links auf Mal-, Puzzle- und Spaßspiele.

Wichtig ist, dass die Computerzeit begrenzt und kontrollierbar ist, bei Onlinespielen muss ein Kinderschutzfilter installiert sein. Und dass auch Mama den Laptop wegpackt, wenn Kuschelzeit angesagt ist.

 

Kleinere möchten gerne bei den Großen mitspielen, dabei sollten die Altersfreigaben aber unbedingt beachtet werden. Wenn man mit Kindern über den Sinn einer Altersbeschränkung z.B. bei Ballerspielen spricht, schlagen sie selbst oft strengere Maßstäbe vor als man denkt.

Sprechen sie mit ihrem Kind über seine Gefühle, Ängste, Regeln und den Spaß, den es durchaus mit Computerspielen haben darf. Informieren sie sich bei Freunden, Experten oder im Internet zum Thema Computerspiele und Kinderschutz.


• Claudia Stump, Geschäftsführerin des Medienzentrums Wiesbaden

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