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Bio ist nicht alles

 

Bei Lebensmitteln achte ich ziemllich darauf, ob sie „bio“ sind. Noch wichtiger finde ich, dass Lebensmittel frisch sind und frisch verarbeitet werden, statt „Convenience Food“ zu essen – zumal Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker Allergien und Krankheiten auslösen können.

 

Ich finde es abartig, dass es „Pulver in Tüten“ gibt, die als „Gewürzmischung“ für Geschnetzeltes etc. verkauft werden. Bei diesen „Halbfertig-Produkten“ muss ich Fleisch, Gemüse usw. extra einkaufen, klein schneiden und anbraten – da kann es nicht so schwierig sein, am Schluss ein paar „echte“ Gewürze dranzugeben!

 

Abgesehen von den gesundheitlichen Aspekten: Viele Bio-Lebensmittel und wenig bekannte „alte“ Gemüsesorten schmecken lecker. Wer einmal ein verschrumpeltes „Ochsenherz“ (= Fleischtomate) gegessen hat, der will nie wieder eine fade „Wasserbombe“ aus dem Treibhaus!


Auch bei Hautpflege und Kosmetik achte ich meist auf „Bio“ – ich habe Neurodermitis und vertrage nicht jeden Inhaltstoff. Das gilt allerdings auch für einige natürliche Pflanzenwirkstoffe wie z.B. Zitrusöle.


Bei Textilien kaufen wir meist Naturfaser, achten aber selten darauf, ob sie ökologisch hergestellt und verarbeitet wird. Im Grunde ist das inkonsequent, denn z.B. bei der Baumwollproduktion werden viele Pestizide eingesetzt. Aber Kleider werden vor dem Tragen gewaschen und das sieht man weniger kritisch als bei Produkten, die man isst oder sich direkt auf die Haut schmiert.

Ich wünsche mir, dass mehr Verbraucher „Bio“ haben wollen – dann müssen Hersteller sich umstellen, damit werden die teuren Bio-Produkte hoffentlich erschwinglich.

• Anja Baier

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