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Ausflüge machen Kindern besonders viel Spaß. Aber wo kann man spontan hingehen, was tun wenns regnet oder der Geldbeutel klein ist?
Flummi hat Ausflugsziele für Sie getestet!

Unser aktueller Tipp:
Der Mühlenwanderweg
von Ulrike Seib
Kaum zu glauben, im Rheingau soll es ca. 100 Wassermühlen gegeben haben. Einige davon liegen noch am Elsterbach zwischen Geisenheim-Johannisberg und Kloster Marienthal. Sie werden zwar nicht mehr betrieben, aber als Restaurant oder Weinausschank genutzt. Der ca. 5 km lange Mühlenwanderweg am Elsterbach eignet sich für einen Ausflug und anschließenden Besuch in einem der Mühlenrestaurants im Elsterbachtal oder im Ort Johannisberg. Der Rundwanderweg ist abwechlungsreich mit Weinbergen, herrlicher Sicht, Wald, Wiesen und Bach und mit einem Bestimmungsbuch im Gepäck kann man viele Pflanzen kennenlernen. Vom Kloster Johannisberg führt die Rheingauer Riesling-Route zum Kloster Marienthal, wo die Wanderung beginnt. An einer Pferdekoppel führt links eine Treppe hinunter auf einen kleinen Weg, auf dem man den Elsterbach überquert. Am Ende des Weges biegt man rechts in „Im Bodental“ ab und läuft nach ca. 150 m links hoch, wo man die sonnigen Weinberge mit herrlicher Aussicht erreicht. Nach einer Weile geht es rechts hinunter in den Wald, wo man einfach dem Weg folgt. Die Mühlen kann man zum Teil auch schon von dort aus erreichen. Schließlich gelangt man kurz vor dem Kloster Marienthal direkt an den Bach, wo eine Spielpause einlegt werden kann. Der Rückweg auf der anderen Seite des Baches ist allerdings nicht ohne, man muss an der Straße entlang laufen, ist also nur für „verkehrsfeste“ Kinder geeignet. Mit einer Wanderkarte kann man aber auch durch die Weinberge wandern, der Weg ist dann länger. Die Strecke ist nur zum Teil beschildert, aber kann man sich eigentlich nicht verlaufen – der Bach ist ja immer im Tal. >> Weitere Infos: www.waldbembelsche.com oder www.adventureforest.de/ klettern-rhein-main

Das „Grüne Meer“
von Heike Hildebrandt
Wir unternehmen gerne mal einen Ausflug zu Zielen, die wir noch nicht kennen. Letztens bekam ich den Tipp doch mal ins „Grüne Meer“ zu fahren. Das ist ein Entdeckungswald am Schloss Laubach und liegt in der Nähe von Gießen. Am Eingang gibt’s einen Plan mit allen Attraktionen. Für alle Altersklassen wird dort was geboten. Wir starteten mit der „großen Runde“ von insgesamt 2,35 km. Der Wald-entdeckungspfad lehrt viel Neues und Wissenswertes aus dem Wald. Zwischendurch kommen wir an einem Labyrinth und einem Seilgarten vorbei. Ein Robin-Hood-Dorf zum Pause machen und ein bisschen Spielen. Dann geht’s weiter bergauf zur „Himmelsleiter“. Die „Himmelsleiter“ ist ein Turm, den man auf jeden Fall besteigen soll, denn von oben hat man einen herrlichen Blick über den Wald und tatsächlich sieht es ein bisschen wie ein grünes Meer aus! Wer nicht mehr kann, setzt sich in das Waldtaxi, einen Traktor, mit Anhänger in dem man sich abenteuerlich durch den Wald chauffieren lassen kann. Wir laufen wieder bergab und kommen an einer Köhlerstelle vorbei und am Wildgehege. Dann geht’s weiter Richtung Ausgang zum Streichelzoo. Wer mag kann noch am Kiosk ein Eis oder eine Wurst essen, aber auch Picknicken kann man gut, auf den aus heimischen Holz gezimmerten überdachten Bänken und Tischen. >> www.grünes-meer.de | April bis Oktober: 10 bis 18 Uhr, Mo. Ruhetag Erw. 9,00 €, Kinder 4-13 J. 4,00 €, Familienkarte 22,00 €

Die Bundesgartenschau
von Steffen Hesse
Nach einer 100km langen Autofahrt nach Koblenz ist der Spielplatz erste Anlaufstation für die Kinder, so dass wir erst nach einer längeren Spielpause zum Rundgang starten können. Im „oberen“ Teil des BUGA-Geländes lassen sich neben Ausstellungspavillons, Blumen- und Gewächshäusern, eine Aussichtsplattform und zahlreiche Blumenbeete mit heimischen Zier- und Nutzpflanzen erkunden. Leider bleibt uns Eltern kaum Zeit die Pflanzen und Objekte ausreichend zu entdecken, da es die Kinder zur eigens erbauten Seilbahn zieht. Diese führt uns zum unteren Teil des Geländes an der Rheinuferpromenade von Koblenz. Bei einem kurzen Picknick werden die mitgeschleppten Leckereien vertilgt, um die Ausgaben für Fahrt, Eintritt, etc. in verträglichen Grenzen zu halten. Nach ca. 10 min Spaziergang am Rheinufer erreicht man dann das Schlossgelände, wo wir auf einer Liegewiese bei schwebenden Tönen einer Klanginstallation kurz chillen. Neben dem Skaterplatz am unteren Haupteingang zieht ein Falkner mit seinen Raubvögeln die Kinder in seinen Bann. Zurück zur Talstation der Seilbahn geht’s dann zur Freude der Kinder mit dem Fahrradtaxi. Alles in allem bietet die BUGA zwar für alle etwas, hat aber wenig Spezielles für Familien und Kinder zu bieten. Darüber hinaus ist der Tag in Koblenz kein Schnäppchen, da die Kosten für Eintritt, Cappuccino, Eis, Crêpes, Parken und Fahrt locker über 100E betragen. >> www.buga2011.de | bis 16. Oktober | Erw. 20,00 €, Kinder 5,00 €

Der Ostpark in Rüsselsheim
von Anja Baier
Rüsselsheim = Opel? Weit gefehlt – die Stadt hat mehr zu bieten, z.B. den 40 Hektar großen Ostpark, der zwischen Stadtmitte und dem Stadtteil Haßloch gelegen ist. Dieser größte Rüsselsheimer Park eignet sich perfekt für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Er beherbergt riesige Liegewiesen, Wander- und Fahrradwege, ein Wild- sowie Vogelgehege, mehrere Spielplätze, einen Ententeich, eine Kneipp-Anlage zum Wassertreten, den Discgolf-Parcours mit 21 Bahnen, einen Bayerisch-Hessischen Biergarten, Bouleflächen, Tischtennisplatten, ein Badmintonfeld, Kletterpark und Minigolfanlage. Der weitläufige und herrlich schattige Park mit altem eingewachsenem Baumbestand ist ideal für heiße Tage. Sonnenanbeter kommen ebenfalls auf ihre Kosten und zwar auf der großen zentral gelegenen Spiel- und Liegewiese. Sportlich Ambitionierte finden hier den fest installierten Disc-Golf-Parcours des Vereins „Scheibensucher“. Hunger und Durst werden im südlichen Teil des Parks gestillt: Der idyllische Biergarten verleiht außerdem gegen eine kleine Gebühr Schläger und Bälle für Boule, Badminton, Tischtennis oder Minigolf. Nebenan befindet sich ein Hochseilgarten mit sechs Kletterparcours in verschiedenen Schwierigkeitsstufen – vom Kinderparcours bis zum „Iron Man“ ist alles dabei! Wer es lieber ruhig angeht, der macht einfach einen ausgedehnten Spaziergang, füttert die Enten am Teich, beobachtet die Tiere im Wildgehege, liest auf einer Bank ein Buch oder veranstaltet ein Picknick. Zugänge zum Rüsselsheimer Ostpark befinden sich in der Akazienstraße, in der Lucas-Cranach-Straße und in der Varkausstraße (hier ist auch ein kleiner Parkplatz, der aber bei schönem Wetter rasch voll wird). >> Weitere Infos: www.waldbembelsche.com oder www.adventureforest.de/ klettern-rhein-main

Die Schirn in Frankfurt
von Ulrike Wiegand
Mit den Kinder ins Kunstmuseum? Früher undenkbar. Lärmende rennende Kinder waren nicht gern gesehen. Ehrfürchtig stand man vor dem Kunstwerk. Viele Museen haben sich inzwischen gewandelt und sind offen für die kleinen Besucher. Die Ausstellung „Weltenwandler“ in der Schirn in Frankfurt war für uns eine willkommene Gelegenheit diese genauer zu erkunden. Das bunte Plakat mit den auf den ersten Blick kindlichen Malereien hatte unsere Neugier geweckt. Die Ausstellung zeigt Werke von Menschen, die mit psychischen Problemen bis hin zur Schizophrenie zu kämpfen hatten und die ihr Innerstes in ihren Werken nach außen tragen. Ob nun Kunst oder nicht – spannend war es, die vielen Details zu entdecken. Nicht wirklich zum Anfassen und auch nicht für Kinder aufbereitet fanden unsere beiden kleinen Begleiter die Ausstellung am Ende spannend: der Film über August Walla weckte ihr Interesse, sich seine „bunten“ Arbeiten genauer zu betrachten. Die Ausstellung endete leider schon am 9. Januar – aber auch die neue Ausstellung „Surreale Dinge. Skulpturen und Objekte von Dalí bis Man Ray“ ist sicherlich einen Besuch wert: mit Kindern entdeckt man selbst andere Aspekte als mit dem Blick eines Erwachsenen. Wer aber mehr möchte als einfach nur selbst zu entdecken, ist in der Schirn gut aufgehoben: hier gibt es mannigfaltige Angebote für Kinder: ob „Kinderstunde XS“ für die Kleinen von 4-6 Jahren mit Rundgang und Aktionen zum Mitmachen oder Führungen für Familien – das Programm ist vielfältig. Und: inzwischen gibt es in den Toiletten auch einen Wickeltisch. Vor 8 Jahren, als ich mit Baby die Schirn besuchte, war die Auskunft dazu noch: „so was Neumodisches haben wir nicht“. Kinder erobern die Kunst-Welt! >> Schirn Frankfurt, Römerberg | Infos: www.schirn.de oder 069 - 299 88 20 | Di., Fr. - So.: 10–19 Uhr | Mi. u. Do. 10 – 22 Uhr.
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