Kinderfreundliche Mitreisende uw | 4 Stunden sollte die Zugfahrt nach München dauern – wegen wettermäßiger Widrigkeiten wurden es 8 Stunden. Alleine unterwegs mit meiner vierjährigen Tochter hatten wir das komplette Unterhaltungsprogramm durch. Vorlesen, Essen, Rumlaufen ... Da packte sie den mitgebrachten Ball aus der Tasche aus. Der natürlich nicht nur zu mir flog sondern (im Abteil) auch zu den anderen Mitreisenden. Die waren fast dankbar für Ablenkung – und bald spielte das ganze Abteil mit meiner Tochter Ball!
Handynummer ts | Mein Reisetipp: Bevor wir mit den Kindern zum Flughafen oder zum Bahnhof fahren, schreibe ich ihnen unsere Handynummer mit Kugelschreiber auf den Arm. Für den Fall, dass sie verloren gehen, kann uns schnell jemand erreichen. Zum Glück ist dieser Ernstfall noch nicht eingetreten, aber es beruhigt die Nerven, wenn es auf Reisen stressig zugeht.
Spanische Kinderbetten sh | Die spontane Gastfreundschaft eines Restaurantbesitzers im südspanischen Cadiz ist mir in bleibender Erinnerung. Als unsere Kinder zu vorgerückter Stunde nach dem Abendessen demonstrativ gähnten und ihre schweren Köpfe auf den Tisch legten, überraschte uns der Gastwirt mit einer originellen Idee. Stumm und ohne Erklärung, rückte er eifrig jeweils zwei Stühle zu einer Liegefläche zusammen, legte diese mit frischen Damasttischdecken aus und bedeutete uns im fremden Spanisch, die Stühle als Kinderbett zu nutzen.
Flug nach London sf | Der erste „Mutter und Sohn Flug“. Mein 2-jähriger Reisepartner erwies sich, Gott sei Dank, als ausgesprochen kommunikativ und überhaupt nicht ängstlich. In Frankfurt meisterten wir alle Anforderungen und auch der Flug verlief ohne Zwischenfälle. Dank des Schnullers waren Start und Landung kein Problem. In London angekommen näherten wir uns nach gefühlten 200km Fußmarsch und „Stunden“ später – schließlich ist es wichtig die neue Umgebung genauestens zu inspizieren – der Passkontrolle. Bei mir verlief alles nach Schema F, die Kontrolle meines Sohnes hingegen war umwerfend. Die beiden schon etwas älteren Herren begrüßten ihn überaus herzlich mit den Worten: "Hello Linus, welcome to the United Kingdom – How are you? What are your plans here?" Mein Mutterherz machte einen Satz, ich war hin und weg von so viel herzlicher Zuwendung. Unser „Einreiseerlebnis“ war so nachhaltig, dass auch der Regen außerhalb des Flughafengebäudes kein Gute-Laune-Killer mehr war. Thank you very much, United Kingdom! We will come back.
Auf die besseren Plätze ts | Sitzt man mit Kindern im Zug in einem schon sehr vollen Abteil, lohnt es sich immer, den Zugbegleiter nach einem „besseren“ Platz zu fragen. Wir durften schon in die erste Klasse wechseln. Vor allem, wenn man alleine mit Kindern reist, ist das Zugpersonal meist hilfsbereit.
Mama, mir ist schlecht! uw | Wenns schon richtig schlimm ist, hilft nichts mehr ... aber wer weiß, dass dem Kind schlecht wird, gibt ihm direkt nach der Abfahrt ab und zu einen Traubenzucker. Zumindest das leichte Unwohlsein läßt sich damit oftmals beheben – das habe ich selbst schon zu meiner Kinderzeit ausprobiert, die von allerlei „heftigem Unwohlsein“ bei Autofahrten geprägt war. |