Christina Neuner mit Sohn Julian (5) aus Wiesbaden
Der August war für Julian ein Wunschsommer. Es hat nahezu ununterbrochen geregnet – da darf er nämlich an den Computer. Bei uns gibt es nicht die Regel: 15 Minuten am Tag, sondern wenn das Wetter nicht zum Rausgehen ist – und auch mal richtig lange.
Julian spielt am liebsten Spiele, bei denen es etwas zu entdecken, erforschen oder Aufgaben zu erledigen gibt. Ich achte darauf, dass die Spiele altersgerecht sind. Wir sitzen dann, wie gerade jetzt (es regnet), zusammen im Büro, er an „seinem“, ich an meinem Computer und „erledigen unsere Aufgaben“.
Beim Fernsehen halten wir es ähnlich: Ein schöner Film oder eine interessante Dokumentation darf auch bis zum Ende geschaut werden. Besonders gerne sieht Julian z.B. Galileo und andere Sendungen nach dem Motto „Wissen macht schlau“. Die sehen wir dann zusammen und haben alle was gelernt.
Ist Julian ein Film zu aufregend oder wird es zu lange, verzieht er sich zu seinen Autos und Legobausteinen. Er sitzt nicht wie angenagelt vorm Fernseher. Er weiß genau, welche Filme er nicht sehen darf und schaltet dann selbstständig aus oder sagt, dass jetzt etwas kommt, was er nicht sehen darf – was ich anfangs eher bezweifelte.
Zu Beginn war ich beim Thema PC und Fernsehen sehr unsicher, bin jetzt aber, obwohl wir relativ viel und auch selbst gerne fernsehen, ganz zufrieden, da wir eine sinnvolle Auswahl treffen.