Was ist eigentlich ADS oder ADHS?
ADS ist die Abkürzung für AufmerksamkeitsDefizitSyndrom. Ein H wird beigefügt (ADHS), wenn der Mangel an Aufmerksamkeit mit Hyperaktivität verbunden ist. Es gibt zwei Haupttypen: den „Zappel-Phillipp“ und den „Hans-guck-in-die-Luft“.
Was können Betroffene bei der Diagnose ADS tun?
Eltern, Kinder und Erzieher sind häufig ratlos, viele Fragen entstehen: Ist ADS eine reine Stoffwechselerkrankung? Also genetisch bedingt? Hilft nur die Chemie? Oder steckt etwas „Psychologisches“ dahinter? Es ist interessant, dass immer jüngere Kinder mit Verdacht auf ADS zur Sprechstunde kommen. Auch dahinter verbirgt sich die Ratlosigkeit der Erwachsenen: Die Diagnose ADS entlässt Eltern und Erzieher allzu schnell aus der Verantwortung; das Kind wird durch Medikamente wieder zum „Funktionieren“ gebracht. Hier ist Vorsicht geboten, denn auch wenn die Verhaltensauffälligkeit nachlässt, kann gleichzeitig eine massive Veränderung der kindlichen Psyche einhergehen.
Was leistet Homöopathie bei ADS?
Es gibt gute Lösungsansätze neben der rein chemisch-medikamentösen Therapie: Positive Erfahrungen gibt es z.B. mit systemischer Psychologie und der entwicklungsorientierten klassischen Homöopathie. Beide Ansätze begreifen den Mensch als Teil eines Systems. Die homöopathische Sichtweise geht noch einen Schritt weiter – sie verknüpft seelische und körperliche Symptome. Neben der Behandlung mit Globuli und Tröpfchen liefert Homöopathie wertvolle Erkenntnisse. So wird z.B. der Zusammenhang zwischen Hyperaktivität und erhöhter Infektneigung hergestellt: Ein hyperaktives Kind wird leicht abgelenkt, es kann nicht „zumachen“. Bei einem derart gestörten „Filter“ können ALLE äußeren Einflüsse ungehindert eindringen – auch Viren und Bakterien! Die Homöopathie lenkt den Blick also nicht nur auf das Endergebnis der Krankheit, sondern bemüht sich um ganzheitliche und prozessorientierte Therapie.